Als meine ersten Webdesign-Anfragen kamen, wusste ich nicht, wo ich anfangen sollte. Es gibt viele Wege, von HTML selbst schreiben bis zu fertigen Systemen. Ich habe mir Zeit genommen, die Werkzeuge auszuprobieren und ehrlich zu bewerten. Heute arbeite ich vor allem mit drei Systemen: Squarespace, WordPress und Publii. Hier zeige ich, wann sich welches lohnt.
Wonach ich bewerte
Beim Testen habe ich immer auf die gleichen Punkte geachtet:
- Datenschutz: Wo liegen die Daten, und wie viel Einfluss hat man auf Cookies etc.?
- Sicherheit: Bleibt die Seite von allein sicher, oder muss jemand ran?
- Bedienung: Wie schnell kommt man ans Ziel, auch als Kundin ohne Technikwissen?
- Kosten: Was fällt einmalig und was laufend an?
- Designfreiheit: Wie viel Gestaltung ist möglich?
- Sprachen, Shop und Wachstum: Was braucht die Seite später?
Die drei Systeme
Squarespace ist am einfachsten zu übergeben. Eine Kundin kann ihre Seite nach kurzer Einführung selbst im Browser pflegen, Updates und Sicherheit laufen automatisch. Der Haken: Die Server stehen in den USA, der Datenschutz hängt an einem Abkommen mit den USA, dessen Bestand nicht sicher ist. Mehrere Sprachen sind schwierig, und ein späterer Umzug bedeutet praktisch einen Neubau.
WordPress (selbst gehostet bei einem Schweizer Anbieter) ist am flexibelsten. Volle Designfreiheit, mehrere Sprachen, ein echter Shop, und die Daten bleiben in der Schweiz oder EU. Der Preis dafür ist Pflege: Updates, Backups und Sicherheit müssen regelmässig gemacht werden. Das lohnt sich, wenn ich die Wartung als Leistung übernehme.
Publii erzeugt eine statische Website ohne Datenbank. Das heisst: sehr schnell, kaum angreifbar, sehr günstig im Betrieb und von Haus aus ohne Tracker. Damit ist oft kein Cookie-Banner nötig. Die Grenze: Es gibt keinen Browser-Login für die Kundin, und für Shop oder viele Sprachen ist es nicht gemacht. Für eine Info-Seite, die ich pflege, ist es ideal. Meine eigene Website läuft auf Publii.
Wix habe ich früher auch getestet. Für einen schnellen Selbermacher-Start ist es brauchbar, aber für die Arbeit mit Kundinnen setze ich auf die drei oben.
Der Vergleich auf einen Blick

Die Grafik ist die Kurzfassung meiner ausführlichen Recherche. Kurz gesagt: Publii gewinnt bei Datenschutz, Sicherheit, Kosten und Wartung. Squarespace gewinnt bei der einfachen Bedienung für die Kundin. WordPress gewinnt bei Designfreiheit, Sprachen und Shop.
Was ich wann wähle
Es gibt nicht das eine beste System, sondern das passende für dein Ziel:
- Willst du deine Seite selbst im Browser pflegen und ist US-Hosting für dich in Ordnung: Squarespace.
- Brauchst du mehrere Sprachen, einen Shop oder die Daten sicher in der Schweiz, und ich übernehme die Wartung: WordPress.
- Soll die Seite schnell, günstig im Betrieb und datensparsam sein, und ich pflege sie: Publii.
Im Erstgespräch finde ich mit dir heraus, was zu deinem Vorhaben passt.
Was du in der Schweiz beachten solltest
Bei Squarespace musst du eine .ch-Domain bei einem Schweizer Anbieter kaufen und mit der Seite verbinden. Dabei helfe ich dir. Beim Datenschutz gilt: Sobald Tracker oder nicht nötige Cookies im Spiel sind, brauchst du oft einen Hinweis oder ein Banner. Der einfachste Weg ist, ganz ohne Tracker zu arbeiten. Mit einer statischen Publii-Seite ist das der Normalfall. Für die rechtlichen Feinheiten frag im Zweifel eine Fachperson.
Fazit
Jedes dieser Systeme kann gute Websites machen. Der Unterschied liegt darin, was dir wichtig ist: einfache Pflege, volle Flexibilität oder ein schlanker, datensparsamer Auftritt. Erzähl mir von deinem Vorhaben, dann sage ich dir ehrlich, welches System ich empfehle.
- Signal oder SMS: 076 720 21 02
- E-Mail: info@merles-it-werkstatt.ch